VERGIFTUNGEN AUF KOH SAMUI

Leider erfahre ich immer wieder von Vergiftungen auf Koh Samui. Oft sind es Nachbarschaftsstreitigkeiten bei denen dann die armen Tiere auf der Stecke bleiben. Hühnerjäger sind auch nicht besonders beliebt bei den Thailändern. Gegen solche Einzeltaten kann man schlecht etwas unternehmen. Zur guten Nachbarschaft tragen solche Vergiftungen natürlich nicht bei. Bei den Hotels sieht es etwas anders aus. Wenn dort störende Hunde auftauchen ist es bestimmt nicht im Sinne der Touristen sie einfach möglichst heimlich zu vergiften. Da immer wieder neue nachwandern, weil sie von den Touristen gefüttert werden ist ein ständiges Vergiften sicher keine Dauerlösung, weil nicht immer die Beseitigung der Tiere reibungslos klappt. Wer will schon sterbende Hunde zum Frühstück auf seiner Terrasse haben? Da ist die Urlaubsfreude erst mal dahin. Für Tierfreunde ist der ganze Urlaub verdorben. Leider haben das einige Manager immer noch nicht verstanden. Es ist nicht möglich die Zuwanderung von Hunden zu verhindern, weil die Hunde immer die Möglichkeit haben werden über den Strand oder wie auch immer in die Hotelanlagen zu gelangen. Das Auslegen von Giftködern ist zudem auch sehr gefährlich für kleine Kinder. Die stecken ja bekanntlich alles in den Mund. Da die Hunde die Wächter oder Gärtner meist fürchten kann ich mir nicht vorstellen, dass es diesen möglich ist den Hunden das vergiftete Fleisch direkt zu geben. Wenn die Hunde diese Angestellten sehen, die sie normalerweise ja immer mit Steinen bewerfen oder wegjagen, werden sie kaum ankommen und freudig das vergiftete Futter fressen. Also wird das Fleisch irgendwo hingeworfen und wenn der Hund dann dort entlang kommt und das Fleisch riecht, ist es um ihn geschehen. Was ist aber, wenn der Hund das Fleisch nur ein Stück wegschleppt, weil er ja durch die Fütterungen der Touristen satt ist? Was ist wenn ein Kind das Gift findet und es in den Mund steckt und runterschluckt? Rattengift ist in jedem Supermarkt zu erhalten! Natürlich kommen auch andere Personen für Vergiftungen in Frage und ich möchte hier nicht nur die Gärtner und Wächter alleine verdächtigen. Möchtet ihr mit euren Kindern in einer Bungalow- oder Hotelanlage Urlaub machen in der Hunde und Katzen vergiftet werden? Sicher nicht!

Im September 2006 hatte Stephanie Utz aus Deutschland einen Eintag in mein Gästebuch gemacht und mich um Mithilfe gebeten. Sie hatte schreckliches im First Bungalow an der Chaweng Noi Beach erleben müssen. Ein Hund ist nach einer Vergiftungsaktion in ihren Armen gestorben. Ich hatte euch um Mithilfe bei einer Protestaktion gegen das Hotel gebeten. Ich weiß dass mindestens 50 an der Aktion teilgenommen haben. Vielen Dank für eure Hilfe. Es hat auf jeden Fall gewirkt, denn das Management vom First Bungalow hat seine Einstellung Ende November 2006 zu Hunden geändert und will sie jetzt sogar füttern. Wir können jetzt jeden Tag altes Brot für unsere Hunde abholen und Flyer durften wir auch in der Rezeption auslegen. Das Management hat mir versichert, dass es dort keine Vergiftungen mehr geben wird. Da sie mit den Vergiftungen allerdings nie etwa zu  tun  hatten, wird es sicher auch in Zukunft nicht leicht sein solche zu verhindern. Wer aber hat Interesse auf dem Gelände des First Bungalows oder dort am Strand die Hunde immer wieder zu vergiften?

Das ist der Eintrag im Gästebuch von Stephanie:

Neuer Eintrag am 24.09.2006 um 22:17 Uhr von Stephanie:

 eMail:
stephanie_utz@web.de

 MESSAGE: Hallo!
Habe eben zum ersten Mal auf Eure Seite geschaut, werde dies in Zukunft sicher öfter tun und mich in irgend einer Weise bei Eurer Tier-Hilfe beteiligen. Ich bin vor knapp einer Woche aus Ko Samui zurück gekommen. Ich kann nicht mit Freude an diesen Urlaub zurück denken, da "meine" Hunde am Tag vor meiner Abreise umgebracht wurden. Es war so schrecklich! Die 3 Lieben waren eine Woche unser ständiger Begleiter...Frühstück, Strand, Abendessen, Schlafen (auch schon mal im Zimmer). Am vorletzten Tag hat "unser Bär" noch auf unserer Terrasse gefrühstückt, war dann ca. 30 Sekunden ums Eck vor dem Hotel und er kommt zurück, geht in unser Zimmer, beginnt fürchterlich zu zittern und stirbt nach einem fast 1-stündigen Todeskampf in meinen Armen. Ich denke, das Hotel hat Gift ausgelegt.
Ich hasse das "First Bungalows, Chaweng Noi" dafür!!!
Keiner hat mit uns gesprochen, angeblich wusste niemand, wie das geschehen war.
Brigitte: wir haben an diesem Morgen (18.09.06) um 8 Uhr bei Euch angerufen, weil wir uns nicht zu helfen wussten. Es war noch keiner erreichbar, aber ich weiß, dass es auch mit Eurer Hilfe keine Rettung mehr gegeben hätte. Vielen lieben Dank für die 2 Rückrufe , wir haben nur leider das Handy nicht gehört. Jetzt mussten wir die schlimme Sache etwas verdauen, deshalb habe ich mich auch erst heute ins Internet gewagt, weil keine Stunde vergeht, wo mir nicht die Tränen kommen...
Wie ich nun gelesen habe, kommen diese Vergiftungsaktionen wohl regelmäßig vor. Ich finde das furchtbar.

Werde mich in Kürze melden, weil ich wirklich einen sinnvollen Beitrag für die Hunde und Katzen leisten möchte.

LG an alle Tierfreunde
Stephanie
 


Das ist BÄR alias PLYMUH. Er ist in ihren Armen gestorben. Nicht nur Stephanie trauert sehr, auch Dominik von der Galerie La Fajette in Chaweng vermisst ihn sehr.

Nachdem er von den Vergiftungen erfahren hatte, hat Dominik eine E-Mail an Stephanie geschickt:

From: Dome <plymuh@gmail.com>
Date: 21.10.2006 14:24
Subject: Hund auf Koh Samui
To:
stephanie_utz@web.de

Hallo Frau Stephanie Utz,

ich schreibe Ihnen, weil ich von den schrecklichen Vorfällen im First Bungalow gehört habe.
Ich lebe auf Koh Samui und hatte auch einen Hund, es war ein Straßenhund, der immer zu mir zum
Essen kam und dann wieder auf Tour durch Chaweng ging. Ich weiss, dass er immer am First Bungalow
ins Wasser ging, weil ich Ihn vor 3 Jahren dort hin gebracht habe, um mit Ihm schwimmen zu gehen.
Plymuh hatte damals keine Haare und sah ganz kahl aus. Nach 3 Monaten hat sein Fell wieder begonnen zu
wachsen. Er ist dann auch immer alleine zum Strand beim First Bungalow und kam mich abends immer
besuchen nun eben seit knapp 5 Wochen nicht mehr. Nun wollte ich Sie bitten, einen Blick auf die beigefügten Bilder
zu werfen und mir mitzuteilen, ob dieser Hund einer von diesen unglücklichen gewesen ist.

Ich wäre Ihnen sehr dankbar, wenn Sie Sich bei mir melden würden.

Mit freundlichen Grüßen

Dome

Ihre Antwort war sehr traurig für ihn, denn es war sein geliebter PLYMUH, der im First Bungalow vergiftet worden ist.

 

Das ist der Brief den Stephanie an das First Bungalow (info@firstbungalowsamui) geschrieben hat. Bisher hat sie darauf keine Antwort erhalten.

Sehr geehrte Damen und Herren! 

 

Ich verbrachte dieses Jahr meinen Urlaub im „First Bungalow“. Ich bin vor ca. 2 Wochen am 19. September 2006 abgereist. Das Hotel selbst hat mir gut gefallen. Doch ich muss leider sagen, dass ich wesentlich besseren Service anderswo erlebt habe. Vor allem sollten Sie die Wahl Ihres Frühstücksmanagers überdenken…

Jedoch sehe ich dies nicht als das Hauptproblem des „First Bungalow“ an. Mein Problem (und auch das Ihre!) ist, dass Sie Hunde töten. Ich bin sicher, Sie wissen wovon ich spreche! Wenn nicht, werde ich es Ihnen erläutern: 

Jeder weiß, dass es auf Koh Samui eine Menge Hunde gibt. Falls sich jemand von ihnen gestört fühlt, sollte die betreffende Person ihren Urlaub nicht auf Koh Samui verbringen. Es gab auch viele Hunde am Strand des „First Bungalow!“. Die Betonung liegt auf „gab“, da sie mittlerweile nicht mehr dort sind. Drei Ihrer Strandhunde und vor allem einer von ihnen wich mir eine Woche lang nicht mehr von der Seite. Ich nannte ihn „Bär“. Er blieb tagsüber und nachts bei mir und fuhr sogar mit mir im Taxi, wenn ich das Zentrum von Chaweng besuchte.    

Am Morgen des 18. September frühstückte „Bär“ auf meiner Terrasse. Dann ging er um die Ecke (ich war in Zimmer Nr. 204) und kam nach 30 Sekunden zurück. Ich bin sicher, dass er nicht weit gegangen sein kann, er war auf der Anlage des „First Bungalow“. Er kam wieder und ging in mein Zimmer. Ich wünschte Sie hätten gesehen, was dann passierte… Vielleicht könnten Sie dann verstehen, was ich fühle. Er begann zu zittern, erbrach sich, urinierte und hatte Stuhlgang. Es war furchtbar! Nach einem Todeskampf, der eine ganze Stunde dauerte, starb er in meinem Zimmer. Es war schrecklich, die Angst in seinen Augen zu sehen. 

Ich denke, ich muss nicht ausführlicher werden. Stellen Sie sich die Situation vor und denken Sie darüber nach! Fühlen Sie etwas??? 

Und nun stellen Sie sich folgende Situation vor: Sie gehen zum Frühstück und ein toter Hund liegt auf dem Weg (in der Anlage des „First Bungalow“). Was für ein schöner Urlaub. Ich möchte an dieser Stelle erwähnen, dass es sich bei diesem ebenso um einen „meiner“ Hunde handelt. Er ist alleine in der Nacht oder am frühen Morgen gestorben. Wie „Bär“ ist er aufgrund von Gift gestorben, das das „First Bungalow“ ausgelegt hat.  

Glücklicherweise habe ich Ihr Hotel am Tag darauf verlassen, nicht zu vergessen, dass ich den dritten Hund nicht mehr gesehen habe. Und warum? Er wurde ebenfalls von Ihnen getötet. 

Ich bin sicher, Sie hätten Ihr „Hundeproblem“ auch auf andere Weise lösen können. Warum haben Sie nicht das „Dog Rescue Center“ um Hilfe gebeten?  

Ich habe viel über Ihr Verhalten nachgedacht und tue das heute noch. (Ich habe dafür viel Zeit, da ich nachts nicht mehr gut schlafe. Wenn ich schlafe, habe ich schreckliche Träume. Wenn ich aufwache, denke ich an die Hunde. Wenn ich zu Bett gehe, denke ich an die Hunde. Und so weiter.)  

 

Darüber hinaus habe ich über Buddhismus und Wiedergeburt nachgedacht. Ich bin sicher, Sie alle werden als Würmer oder als Hunde des „First Bungalow“ wiedergeboren werden. Wieder und wieder, für immer! Sie werden für das, was Sie getan haben, bestraft werden.  

 

Sie können sicher sein, dass ich so viele Menschen wie möglich über diesen Vorfall informieren werde! (Zeitungen, Tierforen, Tierzeitschriften, Reisebüros, etc.) 

 

Ich erwarte eine Antwort des Managements.  

 

Mit freundlichen Grüßen, 

 

Stephanie Utz 

 

Hier ist noch ein interessanter Brief von Mogens Hansen zu diesem Thema. Mogens Hansen hat schon unzählige Kastrationsaktionen mit ausländischen Tierärzten in Südostasien durchgeführt.

 

Hallo,

 

Ich habe im Internet gelesen, dass sie im `First Bungalow` Hunde vergiften.

 

Ich habe schon einige Jahre als Tierarzt ABC Projekte durchgeführt und dadurch mit Strassen und Strandhunden in Indien und Thailand gearbeitet. Diese Projekte beinhalten unter anderem Kastrationen, Sterilisationen, Tollwut Impfungen, Behandlung von Parasiten und Ohr-Tätowierungen.

 

Nachdem es offensichtlich in der Vergangenheit nicht funktioniert hat Hunde einfach zu töten und die sich ja doch weiter vermehrt hatten, werden nun mittlerweile an einigen Orten diese Projekte eingesetzt, um die Straßenhunde und deren Vermehrung zu kontrollieren.

 

Wenn sie weiterhin Hunde vergiften, werden sie mit folgenden Ereignissen konfrontiert:

Viele Tierliebende Touristen werden gerne auf ihr Hotel verzichten und da es in westlichen Ländern sehr viele Tierfreunde gibt, werden dies wohl zahlreiche sein. Da sie ja die Hunde in ihrem Hotel vergiftet haben, werden ganz bestimmt neue Hunde nachkommen. Hunde suchen sich Plätze, wo es genügend zu Fressen gibt  und sich die Zahl der bereits anwesenden Hunde beschränkt hält.

 

Um in Zukunft ein starkes und erfolgreiches Unternehmen führen zu können schlage ich folgendes vor:  Vermarkten sie ihre Hotelanlage als Tierfreundlich, Lassen sie die Hunde und Katzen auf ihrem Areal Kastrieren / Sterilisieren, impfen und im Ohr tätowieren und lassen sie dies ihre Gäste auch wissen. Bitten sie ihre Gäste den Tieren gegenüber freundlich zu sein und eventuell um eine Spende für die erwähnten Maßnahmen um weiterer Vermehrung vorzubeugen. Legen sie den Hunden ein Halsband mit Namen um. Informieren sie ihre Gäste über die Hunde auf ihrem Areal: Namen der Hunde, Fotos, was sie über die Tiere wissen, lustige Geschichten (Homepage, in den Zimmern, and der Rezeption).

Begeistern sie ihre Gäste dafür, Geschichten der Tiere ins Gästebuch oder auf der Homepage einzutragen. Machen sie 1-2 ihrer Angestellten für das Wohlbefinden der Hunde verantwortlich und kontaktieren sie das Dog Rescue Center für eventuelle Hilfe.

 

Mit diesen Maßnahmen werden sie die Einstellung ihrer Gäste von Grund auf ändern. Vom kaltherzigen Hundemörder (nicht sehr buddhistisch) zum liebenswerten Hunde/Katzen Liebhaber mit einer starken buddhistischen Einstellung.

Auf längere Zeit hinaus gesehen, werden sie viel Geld verdienen und eine kontrollierte und gesunde Anzahl Hunde/Katzen haben, die sich nicht weiter vermehren und ihrem Unternehmen nur gutes tun werden. 

 

Viele Grüsse

 

 

Mogens Hansen
Veterinary surgeon