Die Geschichte von HOPPY

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Im Juni 2001 habe ich mit Freunden die Insel Koh Tao im Gof von Thailand besucht. Wir alle waren Marinebiologen und wollten dort nach Walhaien tauchen. Es war schwer für mich, die Reise zu genießen, da überall Straßenhunde in der unerbittlichen Hitze herumliefen. Als wir von der Fähre herunterkamen fiel mir ein Hund besonders auf, der mit den anderen hungernden Hunden herumlief. Er hüpfte auf drei Beinen herum, während sein rechtes Vorderbein nach vorne ausgestreckt war.

Als ich früh am nächsten Morgen die Tür meines Bungalows öffnete, stand vor mir der dreibeinige Hund. Unsere Augen trafen sich und er fing sofort an zu wimmern und zu jaulen, während er auf mich zu hüpfte. Er betrachtete die Stufen zum Bungalow und erklomm sie vorsichtig. Jetzt konnte ich sein schwer entzündetes Bein sehen, aus dem stinkender Eiter lief. Er schaute zu mir hoch und sprach weiter seine Hundesprache. Es war als wollte er sagen: „Dies ist meine Geschichte, hörst Du mir zu?“ 

In einem Restaurant kaufte ich Frühstück für ihn und brachte es ihm. Ich erlaubte ihm, ins Zimmer zu kommen und auf dem kühlen Fliesenboden im Badezimmer zu schlafen. Ich habe Putenfleisch, das ich aus den USA mitgebracht hatte, mit ihm geteilt. Wann immer ich ins Dorf lief, folgte er mir mutig und knurrte alle Hunde an, die ihn nicht in ihrem Revier sehen wollten. Es war als wüsste er, dass ich sein Futterspender war und so ließ er mich nicht aus den Augen.  

Nach ein paar Tagen zogen wir weiter zu einer anderen Insel. Mein Herz brach, als wir abreisten. Ich fühlte mich, als würde dieser Hund mich als letzte Hoffnung ansehen. Ich wusste, dass er in dieser Hitze nicht länger überleben könnte, hungernd mit diesem infizierten Bein. Die Leute des Tauchladens sagten, der Hund hätte bereits 8 Monate oder länger mit seinem schlimmen Bein überlebt. Jegliche Versuche, ihm zu helfen, hatten fehlgeschlagen, da er einfach zu misstrauisch war. Ich fragte nach einem Tierheim auf der Insel. Sie sagten, das einzige Tierheim wäre unter der Leitung einer Deutschen und befände sich auf Koh Samui, drei Stunden mit dem Boot von Koh Tao. Ich müsste mit ihr reden und sehen, ob sie helfen könne. 

Ich verbrachte den Rest meines Urlaubs damit, Brigitte Gomm und ihren Mann zu suchen, die Tieren auf Koh Samui helfen. Sie sagte, der Hund müsse zu ihr gebracht werden und würde dann die nötigen Impfungen erhalten. Danach müsse er einen Monat bei ihr bleiben bis er in die USA reisen könne. Sie sagte, sie hätte leider kein Personal, um den Hund abzuholen und so müsste ich ihn selbst bringen. 

Von Californien aus telefonierte und mailte ich regelmäßig nach Thailand, um Hilfe für „Hoppy“ zu organisieren und ihn zum DRCS zu bringen. Ich bemühte das Dive Center auf Koh Tao und bezahlte jemanden, der Hoppy nach Samui transportieren sollte. Beim ersten Versuch, ihn mit dem Boot nach Samui zu bringen, machte das Boot schlapp. Beim zweiten Versuch klappte es dann. Er wurde zu Brigitte und ihrem Team nach Samui gebracht, wurde geimpft und zum ersten Mal in seinem Leben regelmäßig gefüttert. Der Tierarzt sagte, dass man außer einer Behandlung mit Antibiotika für Hoppys Bein nichts tun könne. 

Wir warteten sehnsüchtig auf die ersten Bilder von Hoppy, die uns via e-mail erreichten. Wir waren erleichtert als wir sahen, dass der Hund, der von Koh Tao gebracht wurden tatsächlich Hoppy (so genannt von Brigitte und ihrem Team) war. Ich plante nach Thailand zurück zu fliegen, um Hoppy abzuholen. Jedoch wollte ein Freund, Chris DeRose, der das Last Chance For Animals leitet, helfen und das Dog Rescue Center auf Samui persönlich besuchen. Er opferte seine wenigen Urlaubstage der Operation Hoppy. Er traf eine Woche später im August 2001 mit einem benommenen und verwirrten und Hund am International Airport Los Angeles ein.  

Hoppy lebt jetzt glücklich in Monterey County in Californien. Röntgenuntersuchungen bei seiner Ankunft zeigten, dass die Beinwunde, die einfach nicht heilen wollte, von einer Kugel verursacht wurde, die in seinem Vorderbein gesplittert war. Ein großes Stück Knochen war abgeschält worden und hatte die offene Wunde verursacht. Der Tierarzt entfernte das Knochenstück chirurgisch und nach ständigen Spaziergängen und Training kann Hoppy auf diesem Bein wieder laufen! 

Selbst nach all den Jahren mit regelmäßigen Mahlzeiten, sucht Hoppy immernoch nach Essensresten auf der Straße und versucht auf seinen Spaziergängen, in die Mülltonnen zu schauen. Die Erinnerung an sein früheres Dasein ist nicht komplett ausgelöscht. Er liebt Autofahren, ist sehr gesellig und liebt menschliche Nähe. Er ist ein Raufbold und es ist lediglich seinem Verstand zu verdanken, dass er über ein Jahr lang mit einem verwundeten Bein in Thailand überlebt hat.

Wenn ich Hoppy ansehe muss ich an all die anderen Hunde in Thailand denken, die keine Hoffnung zu überleben hätten, ware da nicht die außergewöhnliche Arbeit des Dog Rescue Center Samui. Ich verwalte das Sammelkonto in den USA und überweise das Geld regelmäßig an das DRCS. Brigitte und ihr Team haben hunderten von Tieren geholfen und helfen auch weiterhin, die Hunde und Katzen vor Leiden und Tod zu bewahren.

I am the co-founder of Save The Whales www.savethewhales.org which I started with my mother at the age of 14. I know how important it is to support the good work of organizations like DRCS. Feel free to contact me regarding whales or how to contribute to DRCS. 

Ich bin die Mitbegründerin von Save The Whales www.savethewhales.org, eine Organisation, die ich mit meiner Mutter ins Leben gerufen habe, als ich 14 war. Ich weiß wie wichtig die Unterstützung von Organisationen wie dem DRCS ist. Zögert nicht, mich anzusprechen, wenn Ihr Fragen zu den Walen oder dem DRCS habt. 

Mit vielen Grüßen, 

Maris Sidenstecker & Hoppy

So sah ich aus, als ich bei Brigitte ankam ankam ankam
Das bin ich zusammen mit Maris, die mich gerettet hat
So sehe ich an Weihnachten aus. Bin ich nicht süß?!